Endometrium = Gebärmutterschleimhaut, davon leitet sich das Wort Endometriose ab.
Es handelt sich um Gebärmutterschleimhautinseln, welche sich irgendwo im Körper ansiedeln, vor allem in und an den weiblichen Geschlechtsorganen oder in der Nähe davon, z.B. Eierstöcke, Gebärmutter, Eileiter, Scheide, aber auch Blase, Harnleiter, Darm und in sehr wenigen Fällen sogar in der Lunge, im Kopf oder am Zwerchfell.
Endometrioseherde können Zysten (sogenannte Schokoladen-Zysten) und Verwachsungen verursachen. Viele Betroffene leiden durch diese Endometrioseherde vor allem vor und während der Menstruation an starken Schmerzen.
Die Endometriseherde reagieren fast gleich wie die richtige Gebärmutterschleimhaut auf zyklische Hormonveränderungen der Frau - d.h. sie bluten auch während der Menstruation ab, oft kann das Blut nicht abrinnen und es werden Zysten gebildet.
10 - 15% aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden an Endometriose, 50 % davon leiden unter Schmerzen. Bei 60 % der Frauen, die ungewollt kinderlos sind, ist die Endometriose der Grund der Unfruchtbarkeit.
Es gibt bei dieser Krankheit eine 7 fache familiäre Häufung. Die Krankheit ist chronisch, kann sehr schmerzhaft sein, kann Organe befallen ist aber nicht selbst nicht bösartig.
Leider vergehen bis zu 8 Jahre zwischen Auftreten der ersten Beschwerden bis zur Diagnose.
